DVD und Nachfolgeformate

Die DVD (Digital Versatile Disc) ist ein digitales Speichermedium, das optisch einer CD ähnelt, aber über eine deutlich höhere Speicherkapazität verfügt und wesentlich vielfältiger nutzbar ist.

Sie zählt zu den optischen Datenspeichern. In der Alltagssprache wird der Ausdruck "DVD" im Zusammenhang mit Filmen häufig im Sinne des logischen Formats DVD-Video verwendet.

DVD & Video

Einsatzmöglichkeiten

Die meisten DVD-Player spielen heutzutage nicht nur DVDs ab sondern ersetzen auch immer mehr den CD-Player.

Weiterhin haben viele Geräte die Möglichkeit auch MP3-Dateien abzuspielen, DivX-Videos zu zeigen und auch Foto-CDs/DVDs anzuzeigen.

So verwandelt sich der DVD-Player in eine Multimedia-Anlage.

Hintergrund

Am 12. Dezember 1995 wurde der Standard für DVD-Video festgelegt, den man dann im September 1996 verabschiedete. Zuvor sah es so aus, als wenn es wieder zu einem Format-Streit wie schon zwischen VHS, Beta und Video 2000 kommen sollte. Zum gleichen Zeitpunkt gründeten die 10 maßgeblichen Entwickler des neuen Standards ein Forum, dem sich heute bereits knap 200 Firmen angeschlossen haben. Das Besondere daran: Noch nie hat ein Produkt schon vor der Markteinführung so breite internationale Unterstützung aus den unterschiedlichen Industriebereichen erfahren. Nahezu die gesamte

Film-, Computer- und Unterhaltungselektronik-Industrie unterstützen den DVD-Standard und arbeiteten, wie z.B. im Falle der DVD-Audio, gemeinsam mit anderen Industriebereichen an seiner Weiterentwicklung.

Ende der 1990er Jahre begann dann der Siegeszug der DVD, dem Nachfolger von VHS, nachdem sich die VCD (Video-CD) und die Laserdisc (LD) nicht durchsetzen konnten. 1999 kamen auch die ersten DVD-Brenner in den Handel, allerdings zu zunächst sehr hohen Preisen von 4.000 bis 5.000 EUR.

Aktuell gibt es 3 Verwendungszwecke für DVDs:

  • DVD-Video ermöglicht die Wiedergabe von bewegten Bildern und Ton mit DVD-Video-fähigen Abspielgeräten.
  • DVD-Audio ermöglicht die Wiedergabe von Standbildern und Ton in sehr hoher Qualität mit DVD-Audio-fähigen Abspielgeräten.
  • DVD-ROM ermöglicht das Lesen von allgemeinen Daten (Computerdaten).

Günstige DVD-Player gibt es bereits ab 30,00 EUR kaufen, billige Brenner schon ab 100,00 EUR, diese können allerdings in der Bildqualität mit Marken-Geräten in keiner Weise mithalten. Unterschiede in der Bildqualität sind mit dem bloßen Auge zu erkennen. Am besten Sie lassen sich die Unterschiede einmal live vorführen - kompetent beraten in unserem Fachgeschäft.

Nachfolgeformate

Nachdem Toshiba offiziell das Ende der Produktion von HD-DVD-Playern bekannt gegeben hat, scheint die Blu-Ray-Disc der Sieger des HD-Formatstreites zu sein.

Alle führenden Filmstudios unterstützen mittlerweile das Blu-Ray-Format, welches von einem Konsortium aus den folgenden Firmen entwickelt wurde: Panasonic, Pioneer, Philips, Sony, Thomson, LG Electronics, Hitachi, Sharp und Samsung.

Die Blu-Ray-Disc hat eine Speicherkapazität von 25-50 GB und bildet die Grundlage für hochauflösendes Heimkino.

Die ersten Geräte sind inzwischen für unter

500,00 EUR auf dem Markt erhältlich, die Preistendenz ist dabei stark fallend.

Auch die Spielekonsole "Playstation3" von Sony unterstützt das Blu-Ray-Format und hat damit wesentlich zur Durchsetzung des Formates beigetragen.

Anschlussmöglichkeiten

Moderne DVD-Player bieten vielfältige Möglichkeiten des Anschlusses an die Heimkinoanlage bzw. den Fernseher oder Beamer.

Video-Anschluss:

  • Ein normales Videosignal (einfach "Video", "Composite" oder "FBAS" genannt )
  • Ein S-Video-Signal (Auch als "S-VHS" oder als "Y/C" bezeichnet)
  • Ein RGB-Signal (RGB heißt "Rot Grün Blau") über Scart oder YUV

FBAS - Composite ist die einfachste Anschlussart - fast jeder Fernseher verfügt über einen Scart-Anschluß. Allerdings ist der einfachste Weg nicht unbedingt auch der beste. Bei der Composite Video-Verbindung (häufig auch in Form gelber Cinch-Verbindungen möglich) schleichen sich unschöne Effekte ein, da bei Composite die Farb- und Helligkeitsanteile des Bildes nicht getrennt übertragen werden und sich dies in Form von "Perlenketten" an den Rändern von Objekten unschön bemerkbar macht. Während dies bei VHS-Recordern wegen der ohnehin dürftigen Bildqualität nicht auffällt, ist dieser Effekt bei DVDs sehr auffällig. Außerdem wirkt das Bild leicht verwaschen.

Besser ist der Anschluss via S-Video. Hier werden die Helligkeits- und Farbanteile des Bildes getrennt übertragen, so dass die bei Composite auftretenden Störungen des Bildes hier nicht auftauchen. S-Video bietet zudem ein deutlich detailreicheres und schärferes Bild.

RGB ist in technischer Hinsicht die praktikabelste Lösung zur Verbindung von DVD-Player und Fernseher. Denn hier gibt der DVD-Player das Bild direkt so aus, wie es die Bildröhre auch zusammensetzt. Nämlich in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau.

Dazu gibt es neuerdings auch die Möglichkeit DVD-Player und Fernsehgerät digital zu verbinden. Dieses setzt aber einen digitalen Fernseher (z.B. LCD-oder Plasmageräte) voraus. Hier gibt es aktuell 2 Anschlußmöglichkeiten: DVI und HDMI. DVI transportiert nur Video-Daten, HDMI Audio- und Videodaten in bester Qualität.